Montag, 16. November 2015

Nur der Tod vergisst

Der Roman erschien im Februar 2014 im G.Braun-Buchverlag Karlsruhe. Der G-Braun-Buchverlag wurde von Der Kleine Buchverlag Karlsruhe übernommen. Daten des Buches:  224 Seiten, 14,95 €, ISBN: 9783765086465.

In diesem Blog werde ich mich den Fragen von Lesern stellen. Jeder Leser entwirft in seinem Kopf einen Roman neu. Seine Sicht ist ebenso zutreffend oder nicht zutreffend, wie es die Sicht das Autors auf sein eigenes Werk ist. Hier im Blog werde ich meine Perspektive zur Diskussion stellen, ohne das ich glaube, in der Interpretation der Allwissende zu sein. Auch meine Sicht ist nur eine Perspektive von vielen auf eine schwierige Zeit und ein konfliktträchtiges Thema. 

Kommentare:

  1. Ich mache in der schule eine Präsentation über : Nur der Tod vergisst. und bräuchte auch eine Autorenporträt aber im Internet steht praktich nichts über sie. Könnten sie mir vielleicht weiterhelfen?

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    1. Ein Autorenporträt? Also hier können Sie etwas finden: http://www.peterhakenjos.de/Presse/Presse-Vita.pdf
      Aber zum Thema vielleicht mehr Biographisches zum Roman.
      Mein Vater, geb. 1924, war im Krieg. Zuvor war er in der Flieger-HJ und hat sich erträumt, einmal bei der Lufthansa Pilot zu werden. Der Nationalsozialismus bot vielen die Möglichkeit sozial aufzusteigen, denen dies in der Weimarer Republik versagt war. Mein Vater war Halbwaise und seine Mutter arm, er war rothaarig und das war in dieser Zeit - zumindest für Männer - eine absolut negative Haarfarbe. Sein Traum vom Lufthansapiloten zerplatzte, als durch die Fehlplanungen Görings zu wenige Jagdflugzeuge und zu viele Piloten in Ausbildung waren. Die SS suchte sich unter diesen angehenden Piloten die "arisch" aussehenden Männer aus. Mein Vater konnte dem Dienst bei der SS nur dadurch entgehen, dass er sich zu den Fallschirmjägern meldete. Dort überlebten nur sehr wenige, aber er kam aus dem Krieg zurück. Ich war als Jugendlicher sehr an seiner Vergangenheit interessiert. Doch das einzige, was wir - ich spreche für die überwältigende Mehrheit meiner Generation - vom Krieg und von der Stellung zum Nationalsozialismus erfuhren, waren kleine Anekdoten. Jetzt bin ich 69 und das Alter führt einen wieder in die Kindheit und zu den Eltern zurück. Vielleicht will man die Dinge für sich endgültig klären, bevor man selbst stirbt. Ich weiß es nicht. Ich selbst war ca. 40 Jahre lang Lehrer an der Friedrich-List-Schule in Karlsruhe, hauptsächlich für Spanisch, war aber Diplom Handelslehrer, also habe ich auch BWL, VWL und kaufmännisches Rechnungswesen unterrichtet. Für Spanisch durfte ich auch am Seminar der Beruflichen Schulen Referendare ausbilden und habe recht viele Fortbildungen selbst gehalten. Mein "Spezialgebiet" waren die sog. Neuen Medien, alternative Lehrmethoden in Verbindung mit Fremdsprachen.
      Als Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge habe ich bereits in Karlsruhe und Pforzheim zu dem Thema "Warum haben sie geschwiegen?" gelesen. Dazu habe ich von Gert Ledig aus Die Stalinorgel, von Stephan Marks aus Warum folgten sie Hitler? und aus meinem eigenen Roman gelesen. Bei Interesse gebe ich Ihnen sehr gerne die entsprechenden Stellen. Ich denke, man kann Schülern durch G. Ledig und S. Marks ein treffendes Bild dieser Zeit vermitteln. Meine Erfahrung im Unterricht war, dass Schüler gerne beim Vorlesen zuhören. Sie können mich auch gerne persönlich kontaktieren, auf meiner Webseite finden Sie sowohl die Telefonnummer als auch meine E-Mail.
      Ihnen viel Erfolg ... und ich finde es toll, dass Sie sich dieses heiklen Themas annehmen.

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